arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagramlogo-spe-kleinmailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blankTwitteryoutube
Inhaltsbereich
02.03.2014

Bezirksversammlungswahl am 25.Mai 2014

Wahlprogramm

Die Elbinseln Wilhelmsburgs und Veddel sind durch die Großveranstaltungen Internationale Bauausstellung (IBA) und Internationale Gartenschaus (IGS) einem schnellen und tiefgreifenden Veränderungsprozess unterzogen worden. Die SPD hat diese Entwicklung gefördert, gestaltet und kritisch begleitet.

Wir wollen Wilhelmsburg und die Veddel weiter zu Orten mit hoher Lebensqualität für alle Generationen, jede Kultur und Religion entwickeln. Die SPD will die Dynamik des Jahres 2013 nutzen, um Wilhelmsburg auch für die nächsten Dekaden zum zentralen Entwicklungsstandort der Hansestadt zu machen. Der Zuzug von neuen Bevölkerungsgruppen wie junge Familien, Studierende und Kreative auf die Elbinseln ist wichtig. Dieser Prozess ist allerdings nicht in allen Stadtteilen gleichermaßen vorhanden. Während im Reiherstiegviertel steigende Mieten die Gefahr einer Gentrifizierung möglich scheinen lassen, sind andere Bereiche wie Georgswerder, das Korallusviertel, Kirchdorf-Süd und die südliche Georg-Wilhelm-Straße weiter auf eine aktive politische Unterstützung angewiesen.

Moderne Stadtplanung ist die Entwicklung eines Sozialraumes. Die IBA war neben einer Bau- auch eine Bildungsausstellung, die mit Projekten wie dem Bildungszentrum "Tor zur Welt" viel erreicht hat. Ab 2013 müssen alltagstaugliche Nutzungs- und Betriebsstrukturen für die Bildungsoffensive gefunden werden, die die Stabilisierung und Weiterentwicklung des Wohnstandortes Wilhelmsburg sicherstellen

Wohnungsbau

Wir haben den Wohnungsbau vorangebracht. In Wilhelmsburg wurden 760 Wohnungen genehmigt, davon sind bereits 340 fertiggestellt, im Bau befinden sich derzeit 373 Wohnungen. Dies ist die höchste Anzahl an neuen Wohnungsbauten in Hamburg Mitte. Eine weiter Stabilisierung und Weiterentwicklung des Wohnstandortes Wilhelmsburg mit bedarfsgerechten Wohnungen ist wichtig.

Besonders im Weltquartier wurde die Wohnqualität gesteigert. Neue Aufgaben für Wilhelmsburg sind:

Die Nord-Südachse Wilhelmsburgs muss bis an die Elbe entwickelt werden. Wenn die Reichsstraße verlegt wird, ist die frei werdende Fläche für den Wohnungsbau nutzbar zu machen. Die Kleingärten sind möglichst zu integrieren und Ausgleichsflächen sind im Stadtteil zu lokalisieren.

Im Süden der Elbinsel darf die Entwicklung des Städtebaus nicht durch die Planung der A 26 blockiert werden. Hier sind die Bauprojekte Hauland und Finkenriek wichtig, um den Sprung über die Elbe auch nach Süden hin zu verwirklichen.

In Georgwerder sind die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses schnell umzusetzen. Der B-Plan 81 mit angemessener Bürgerbeteilung hat hier Priorität.

Das Korallusviertel soll durch die Entwicklung des "Neuen Korallusviertel" mit 270 neuen Wohnungen verbessert werden. Dabei wird auch die Lärm- und Parkplatzsituation mittelfristig verbessert.

Verkehr

Die Entlastung Wilhelmsburgs vom Durchgangsverkehr ist eine anspruchsvolle und wichtige Aufgabe. Die Lärmbelastung ist von der Norderelbe bis zur Süderelbe zu reduzieren. Die Ergebnisse des bezirklichen Beratungsgremiums "Verkehr" sind umzusetzen.

Containerreparaturbetriebe, Logistikunternehmen und Parkplätze für den Hafenverkehr sollen auf Flächen außerhalb der Wohngebietet und Grünflächen und in Hafennähe angesiedelt werden.

Wilhelmsburg soll als Modellstadtteil für den Radverkehr weiterentwickelt werden. Die beiden Velorouten sollen zeitnah ausgebaut und die S-Bahn Wilhelmsburg an die Velorouten angeschlossen werden.

Wir benötigen einen weiteren Ausbaus des ÖPNV. Die Taktung der S3/ S31 muss in Stoßzeiten erhöht werden. Gleichzeitig müssen alternative Verkehrsanbindungen gestärkt werden.

Die Gewerbeflächen in Georgswerder sollen anwohnerverträglich bewirtschaftet werden.

Bürgerbeteiligung und Stadtteilkultur

Bürgerbeteiligung hat in Wilhelmsburg eine lange Tradition, die weiter gepflegt werden muss. Die Weiterentwicklung der Elbinsel kann am besten in einem offenen Dialog zwischen Bürgern, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und ehrenamtlichen Institutionen geschafft werden.

Die Beteiligung der Anwohner bei der Verwirklichung des "Kulturkanals" entlang des Veringkanals ist sicher zu stellen.

Die aktive Aufnahme der Ergebnisse des Perspektiven-Prozesses ist eine grundlegende Voraussetzung dafür.

Der Inselpark soll ein Zentrum für Aktivitäten werden mit einem Kultur- und Sportangebot für alle.

Das Bürgerhaus Wilhelmsburg und das Freizeithaus Kirchdorf-Süd müssen solide finanziert werden.

Umweltschutz

Das Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburger Osten hat eine wichtige Bedeutung für die Erhaltung des ländlichen Charakters von Stillhorn und Moorwerder. Die Naturschutzgebiete haben wir zusammen mit ehrenamtlichen Institutionen gefördert. Dieser gemeisname Weg muss weiter verfolgt werden.

Die Landschaftsachse Dove Elbe ist als Naturraum zu schützen.

Sport

Vereine und Initiativen vor Ort sind zu fördern. Die Dekadenstrategie Sport muss in Wilhelmsburg auf mehrere Weisen wirken. Innerhalb der Stadtentwicklung sind Investitionen in Sportstätten wichtig.

Das Schwimmbad muss für die Wilhelmsburger Vereine ausreichend Trainingsmöglichkeiten stellen. Die Schwimmausbildung von Wilhelmsburger Kindern ist explizit zu fördern.